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ADAC Schleswig-Holstein fördert Nachhaltigkeit im Kart-Slalom-Sport

Arne Prieß, Prokurist und technischer Leiter der Firma Nob.EL auf dem GreenTEC Campus in Enge-Sande (re.) übernahm das fabrikneue Mach I Kart vom Vorsitzenden des Automobilclub Nordfriesland e.V., Carsten Carstensen, dem Initiator des Projektes. Arne Prieß ist auch der federführende Entwickler dieses Projektes.

Kleine Flitzer sollen elektrisch werden

Auch der Motorsport soll sauberer werden. Bislang kommen beim Jugend-Kart-Slalom Fahrzeuge mit 4-Takt-Verbrennungsmotoren zum Einsatz. Diese Sportdisziplin gibt es seit den 1980er Jahren. Sie ermöglicht sowohl den sportlichen, als auch den verkehrserzieherischen Gesichtspunkt. Lizenzierte Trainer des Deutschen Olympischen Sport Bundes (DOSB) unterstützen und fördern bei regelmäßigen Trainingsstunden und Wettbewerben die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Daher ist Jugend-Kart-Slalom auch nicht mehr wegzudenken. Die Herausforderung besteht darin, einerseits den motorsportlichen Aktivitäten gerecht zu werden und andererseits, dem Ansinnen der deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Sinne des Klimaschutzes gerecht zu werden.

Der AC Nordfriesland e.V. im ADAC hat dazu eine Projektpartnerschaft mit dem Unternehmen Nob.EL auf dem Technologiepark GreenTEC Campus in Enge-Sande
(Nordfriesland) vereinbart. Ziel vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit ist es, die kleinen Flitzer in Zukunft elektrisch zu betreiben, aber auch, vorhandene Ressourcen zu nutzen. Die Kooperation sieht daher vor, bestehenden Karts der Motorsportclubs umzurüsten.

Dazu haben die Projektpartner ambitionierte Ziele vereinbart:

  • Die Antriebskomponenten sollen max. den Kosten entsprechen, wie für
  • den Betrieb mit einem Verbrennungsmotor.
  • Der Energieträger (Akku) soll so bemessen sein, dass eine Veranstaltung mit etwa 75 Teilnehmern problemlos durchgeführt werden kann.
  • Der Wechsel von Akkus muss über ein Schnellwechselsystem verfügen, welches kein Spezialwerkzeug erforderlich macht.
  • Die Fahreigenschaften sollen, denen von Jugend-Karts mit Verbrennungsmotoren entsprechen.
  • Der Akkupreis sollte so gestaltet sein, dass dieser von den Vereinen finanziert werden kann.

Ende März 2022 soll die Entwicklung eines Muster-Karts für Demonstrationszwecke abgeschlossen sein. „Die Einführung des flächendeckenden Einsatzes von E-Karts soll bis Ende 2025 umgesetzt werden“, erklärt der Vorsitzende des AC Nordfriesland, Carsten Carstensen. Der Club hat den Entwicklern ein Slalom-Kart ohne Motor zur Verfügung gestellt. Im weiteren Verlauf wird das Elektro-Kart ausgiebigen Leistungstests zur Beurteilung der Fahrdynamik unterzogen.

„Sobald das Projekt in Schleswig-Holstein bei den Ortsclubs auf Zustimmung stößt, soll auf eine bundesweite Umsetzung hingewirkt werden“, kündigt Thorsten Schulz, Sportsekretär beim ADAC Schleswig-Holstein e.V., der das Projekt unterstützt, an.

Auf dem GreenTEC-Campus haben sich Dutzende Firmen und Start-Ups aus dem Bereich Erneuerbare Energie angesiedelt: Sie alle eint das Ziel, Mensch, Natur und Zukunftstechnologien miteinander zu verknüpfen. Bei allen Projekten steht die Sicherung der Nachhaltigkeit immer an erster Stelle.

[Text: Rainer Pregla]