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Und täglich grüßt das Murmeltier – ähm, das Eichhörnchen!

ADAC Jugendfreizeit innerhalb von 10 Jahren zum 2. Mal in Eckernförde

Wieso das? Könnte man sich fragen. Eigentlich wollten wir ja nach Lenste - hatten auch schon gebucht, aber dann wurde uns die Bestätigung storniert. So kam es, dass es nach Eckernförde ging.

Es ist Freitag, 07.06.2019. Ab 15:00 Uhr trafen Teilnehmer und Betreuer in der Jugendherberge in der Sehestedter Straße ein. Es wurden Zimmer bezogen oder auch getauscht, um mit dem Kumpel die Nächte verbringen zu können, Muttis verabschiedet und sich erst einmal eingerichtet. Im Haupthaus der DJH bewohnten wir drei Flure vom Keller bis ins Dachgeschoss. Rosa und blaue Schilder an den Türen mit den Ortsclub Namen verrieten ihre Bewohner. Mit dabei waren der AC Nordfriesland, der MSC Gnutz, der MC Eckernförde, der MCE Tensfeld, der MSC Holstein, MSC Lockstedter Lager, der MSC Lägerdorf, der AC Schleswig, der MSC Bennebek und der AV Lübeck. Insgesamt 45 Kinder und 12 Betreuer. Zum Abendessen gab es neben ein paar Begrüßungsworten durch den Herbergsvater Hähnchengeschnetzeltes mit Reis, was sehr gut schmeckte. Im Anschluss trafen wir uns draußen, die DJH hat eine große Rasenfläche. Hier trugen wir ein Spiel ohne Grenzen aus. Die Betreuer hatten sich spannende und abwechslungsreiche Spiele überlegt. Am Ende konnten wir die drei siegreichen Mannschaften beklatschen, sie freuten sich über bunte Naschi Dosen, welche kameradschaftlich geteilt wurden. Über einen großen Fernseher im Speisesaal schauten wir die Erinnerungsvideos der Freizeiten aus den Jahren 2017 und 2018. Den Zuschauern gefielen ihre Clips und lachten über die eine oder andere Episode aus den vergangenen Jahren. Gegen 22 Uhr bezogen wir die Quartiere, es wurde recht schnell leise auf den Zimmern und es wurde Kraft für den nächsten Tag gesammelt.

Um 07:30 Uhr startete der Samstag mit einem Frühstück, Lunchpakete für Mittags wurden auch vorbereitet, um dann um 08:30 Uhr zum Hochseilgarten Altenhof zu marschieren. Die Kinder und – wie das Personal dort so schön sagte – die Kind gebliebenen Betreuer wurden in Gurtzeug und Helme sicher verpackt, bevor es in die höchsten Bäume ging. Alle hatten ihren Spaß und fanden ganz individuell ihre Lieblingsbahnen. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass der eine oder andere am nächsten Tag ein klein wenig Muskelkater verspüren sollte. Unsere Mittagsverpflegung nahmen wir aus der Plastikdose im Rucksack zu uns.

Der Nachmittag hielt etwas ganz besonderes bereit. Am Freitagnachmittag hatten sich vier Betreuer auf gemacht und eine Geocaching Tour ausgearbeitet. Material und Geschichten wurden geliefert, nun mussten sie noch in die Wälder und Steilküste Eckernfördes untergebracht werden. Die Kids teilten sich altersgerecht in zwei Themen, die einen wurden Wikinger und suchten den Schatz von Björn dem Roten und die großen wurden Detektive und waren der Beute der Teufelsbande auf der Spur. Ausgestattet mit GPS Geräten und Hilfsmitteln, um die Rätsel zu lösen, machten sich die Gruppen nach und nach auf auf den 4-7 km langen Rundkurs. Schlussendlich waren alle erfolgreich und konnten sich ihre Belohnung aus der Schatztruhe angeln. Zum Abendessen um 18 Uhr wurde gegrillt. Da es nieselte war der Grill zwar an, aber der Herbergsvater bereitete uns Fleisch und Wurst in der Großküche zu. Das war auch gut so, waren wir alle sehr hungrig von der langen Wanderung. Der restliche Abend stand den Kids zur freien Verfügung. Einige spielten und tobten auf dem Gelände der DJH, andere machten sich in Kleingruppen noch einmal auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Auch heute war es ab 22 Uhr recht schnell ruhig auf den Fluren und man ließ  den Tag  Zimmerintern ausklingen.

Der Sonntag startete wie der Samstag. Mit Frühstück im Bauch und Lunchpaket im Rucksack bestiegen wir den Zug in Eckernförde und fuhren eine Station bis nach Gettorf.  Der Tierpark sollte heute durch uns erkundet werden, viele Tiere wurden bestaunt und fotografiert – einige sogar eigenhändig gefüttert. Spielplätze zum Toben gab es ebenfalls reichlich. Gegen Mittag mussten wir allerdings zurück, denn um 14:30 Uhr erwarteten die Betreuer ihre Kids auf der großen Rasenfläche zur Erfüllung ihrer Betreueraufgabe. Für die Betreueraufgabe sollten alle Kids Ortsclub intern 3 Schlagwörter aufschreiben, die sie und ihren Club am besten beschreiben, hierbei kamen Begriffe wie: Klein, cool, Team & Zusammenhalt, Spaßig, Schnell & schnell, fehlerfrei, Teamgeist & Gelände, Quad, Geschicklichkeit & Spaß, gute Laune, Teamgeist & wir sind ein sehr guter Verein & Motocross, gute Gemeinschaft, gutes Mittwochstraining und Teamfähig, ehrgeizig, freundlich zusammen – einmal fiel der Begriff „komisch“, was zu einem „running gag“ unter den Betreuern führte, aber wir glauben, dass diese Gruppe meine Aufgabenstellung eher komisch fand. Ansonsten sprechen diese Schlagwörter absolut für sich. Mit diesen Begriffen im Hinterkopf sollten die Betreuer ein Foto oder Video erarbeiten, das das Feeling Jugendfreizeit und Ortsclub im ADAC wiederspiegelt. Mit Hilfe einer Drohne wurden schöne Aufnahmen eingefangen. Das Ergebnis kann bald auf der Homepage des ADAC SH bestaunt werden. Vor dem Abendessen liefen wir noch einmal die Strecke in die Innenstadt. Im Ostsee Info Center erhielten wir spannende Eindrücke in die Ostsee und deren Lebewesen. Und im Hafenbereich bestaunten wir viele Stände, welche im Rahmen der Sprottentage ihre Waren anboten. Abends bastelten alle, die Lust hatten, eine Holzlaterne und verzierten sie mit Transparentfolie und Farbe. So bunt und hell erleuchtet machten wir uns noch einmal zum Strand auf – ursprünglich war eine Nachtwanderung geplant, da wir aber heute und gestern jeweils gute 30.000 Schritte auf der Uhr hatten, ließen wir diese ausfallen. Es wurde langsam dunkel und auch kalt, aber wir harrten noch weitere 30 Minuten aus und wurden mit einem spektakulären Feuerwerk belohnt, welches wir mit unseren Laternen zu Füßen im Sand sitzend genossen.

Am Montag war, ist und bleibt bei uns obligatorisch der Waschtag – dieses Mal im Wellenbad Eckernförde. Hier wurde noch mal der ganze Dreck der vergangenen Tage abgespült. Abschließend die Sachen gepackt und Zimmer gefegt. Pünktlich um 14:00 Uhr war das letzte Elternpaar in der Herberge erschienen, um ihr Kind hundemüde, aber glücklich wieder abzuholen.

Wir, die Betreuer, können an alle Kids nur sagen „Danke, das hat wieder Freude bereitet“ und ich möchte mich bei meinen Betreuern bedanken, ihr macht diese Freizeit durch eure Ideen und euren Einsatz immer einmalig und unvergesslich.

Ich freue mich schon heute wenn es wieder heißt: „ADAC Jugendfreizeit 2020!“