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Leinen los und lichtet den Anker

Am 18.05.2018 um 17 Uhr wurde es bunt. Die ADAC Jugendfreizeit-Crew hat das Zeltlager der DJH Scharbeutz geentert. 10 große Mannschaftszelte, im U aufgestellt, ergaben unser Lager. Drei davon waren mit Betreuern belegt - 6 männlichen und 7 weiblichen, in zweien wohnten die 9 weiblichen Teilnehmerinnen, in den restlichen 5 Zelten hausten die männlichen Teilnehmer, 33 Stück an der Zahl. Damit war das erste Etappenziel erreicht, wir waren wieder mehr Teilnehmer als in den letzten Jahren. Das darf sich gerne so fortsetzen.

Um 18:30 Uhr ging es das erste Mal in den Speisesaal zum Abendbrot. Jeweils eine Zeltbelegung zeichnete für den Tisch- und Spüldienst verantwortlich. Wir hatten zwar einige Anlaufschwierigkeiten, da wir die zweite Essenszeit waren und die Gruppen vor uns gerne trödelten, aber auch diese Missgeschicke konnten wir als Gruppe zielgerichtet lösen.

Von 20:00 bis 22:00 Uhr erprobte sich jedes Crewmitglied im Bootebau. Schließlich brauchten wir standesgemäße Fortbewegungsmittel. Hierzu wurden die Bausätze und Farbdosen ausgeladen und dann durfte sich jeder so kreativ auslassen, wie es ihm gefiel. Um 22:00 Uhr verlegten alle unter Deck. Die Zelte wurden aufgesucht, Schlafsäcke bezogen, noch die eine oder andere Piratengeschichte erzählt und dann wurde geschlafen. Wir Betreuer können an dieser Stelle sagen, dass es selbstverständlich nicht sofort in jedem Zelt ruhig war und alle wie immer mit wenigen Stunden Schlaf auskommen mussten, aber die Crew war sehr diszipliniert, keine Ausreißer konnten an Deck festgestellt werden. So sollte es sein, so waren alle zufrieden.

Im Betreuermeeting wurde der Tag nach- und der folgende vorbereitet, wir fanden uns im männlichen Betreuerzelt dazu ein. Hier und dort wurden auch bei uns die Augen schwer. Das Boot wurde den Wellen überlassen, alle sammelten Kräfte für den nächsten Tag.

Um 08:30 Uhr stärkten wir uns mit einem Frühstück und packten uns ein Lunchpaket für den Tag. Im Anschluss wurde sich gesammelt. Als Landratten ging es die etwa 3 km lange Strecke zu Fuß in den Waldhochseilgarten. Hier tobten wir uns aus. Es wurde viel gelacht und der eine oder andere durch das geschulte Sicherheitspersonal aus einer misslichen Lage befreit. Einige Brandwunden an den Armen waren zu verzeichnen, zum Glück aber nur bei den Erwachsenen, diese wollten mit zu vielen Körperteilen an den Seilen bremsen. Glücklicherweise waren es nur Kratzer. Der nun nur noch 2,5 km lange Rückweg (wir fanden eine Abkürzung aus dem Wald) wurde durch eine leckere Eis-Pause an der Promenade versüßt. Zurück an den Zelten wurde gespielt was die silberne ADAC SpieleKiste hergab und das Lunchpaket geplündert.

Um 15:00 Uhr machten wir uns mit unseren Booten auf zum Strand. Dieser befand sich auf der anderen Straßenseite. Hier hatten die Betreuer einige Spiele für eine Olympiade vorbereitet. Es gab 8 Teams zu je 5 Mitgliedern. Die Spiele waren lustig, zielten auf Geschick und Teamwork ab oder forderten einfach ein wenig die Körperbeherrschung und Fitness. Erstaunlich war, dass die Teams bei den unterschiedlichen Spielen auch ganz unterschiedlich abschnitten. Wer bei der einen Sache klar überlegen war, musste sich in einem anderen Spiel ebenso klar geschlagen geben. Das machte dem zuschauenden Auge sehr viel Freude. Am Ende war es ein Kopf an Kopf Rennen und die drei Bestplatzierten konnten sich jeweils über eine große Dose Naschereien erfreuen. 18:30 Uhr kehrten wir wieder zum Abendessen ein und im Anschluss konnten die Kids den Tag so ausklingen lassen, wie es ihnen gefiel. Die Jugendherberge hielt eine „Bonbonscheune“, einen kleinen Kiosk vor, auch dieser wurde für die nächtlichen Abenteuer geplündert.

Der Sonntag sollte anstrengend werden. Wir trugen alle unsere roten ADAC – Jugendfreizeit – Shirts. Zum einen wollten wir natürlich positiv auffallen, aber zum anderen diente es auch einfach der leichteren Orientierung. Die Shirts saßen gut und auch die bestellten Größten passten. Hier und da wurde noch mal getauscht, dann waren alle zufrieden. Zuerst konnten wir für unser Geburtstagskind zum Frühstück ein Geburtstagslied trällern und ein kleines Geschenk überreichen. Dann ging es im Bauch gestärkt die 5-6 km zum nahegelegenen Hansa Park. Alle Kids waren überraschet, wie gut sie diese Strecke überstanden, obwohl die Füße sie doch gestern schon so weit tragen mussten.
Vor Ort wurden in Dreiergruppen die Achterbahnen erkundet. Obwohl die Sonne uns einen perfekten Tag bescherte, war es nicht zu voll im Park, Die Warteschlangen hielten sich in Grenzen und wir haben alle viel erlebt. Um 17 Uhr wollten wir uns für den Rückmarsch treffen und zum Staunen aller waren wir um 17:05 Uhr tatsächlich vollzählig und konnten aufbrechen. Nach dem Abendessen trafen wir uns erneut im Speisesaal zum Filmeabend. Über Beamer und mit Popcorn schauten wir „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, dies war ein angemessener Ausklang eines Tages mit sehr viel Gehen.

Die anschließende Bettruhe war kein Problem und wurde von jedem gerne befolgt. Der Montag ist bei uns obligatorisch der Waschtag. Die Mädchen durften die Hintour im Pkw zurücklegen, da die Gruppe vor uns viel zu lange für den Spüldienst brauchte. Das hätten wir zu Fuß nicht mehr geschafft. Die Jungs waren schon vorgegangen und wir folgten nach getaner Arbeit. So erfreute uns das kühle Nass der Ostsee Therme. Wir konnten Rutschen oder auch mit den zur Verfügung gestellten Gummitieren im Außenbereich planschen.

Sauber traten wir den Rückweg an. Wir gönnten uns noch einmal ein leckeres Eis und ließen die letzten Eindrücke auf uns wirken. Am Lager angekommen, warteten bereits die ersten Eltern auf uns. Die Zelte wurden leer geräumt und gefegt. Mülleimer ausgeleert und Freunde zur Verabschiedung in den Arm genommen.

Es war mal wieder perfekt. Das Ambiente, der Sonnenschein, die Zelte, die Teilnehmer und Betreuer, das angebotene Programm. Und wieder einmal sind wir uns einig: Nächstes Jahr wieder! Ich persönlich habe mich sehr darüber gefreut, dass der MCE Tensfeld in diesem Jahr auch eine Abordnung zur Freizeit entsandte, im nächsten Jahr wollen sie noch Teilnehmerstärker erscheinen. Die Betreuer Toffi und Laura haben gerade auch durch ihr sportliches Tempo bei den Märschen neuen Wind rein gebracht und einen weiteren Anreiz für einige Kids gesetzt. Neben den beiden waren noch weitere Betreuer aus den Ortsclubs erstmalig dabei. Anfänglich noch skeptisch aufgrund des Programms und der Leistungen, welche von den Kids erwartet werden, gerade auch was die Fußmärsche betrifft. Alle brachten sich in der Vorbereitung und Durchführung hervorragend ein und ergänzten das Team zu einem großen Ganzen. Dafür möchte ich jedem einzelnen von Herzen danken.

Am Samstag hatten wir leider zwei Ausfälle zu beklagen, einmal aufgrund von Krankheit und einmal aufgrund von Heimweh. Beide Entscheidungen wurden von den Eltern gut umgesetzt und im Falle der Erkrankung erwies sich der Abbruch auch als richtig, da es an den nächsten beiden Tagen noch nicht wirklich besser wurde. So war die Auszeit sicherlich richtig.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, hoffe, dass ihr alle den erwarteten Spaß hattet und dass wir uns im nächsten Jahr alle wieder sehen!

Daniela Jaschinski