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SPO steht für St.-Peter-Ording und war unser diesjähriges Ziel

Freitag - es ist der 02.06.2017 - das Auto ist gepackt, Spielekisten & Selter und Naschis sind verladen, auf geht es zur Jugendfreizeit 2017.

Angekommen im evangelischen Jugenderholungsdorf wurde das Feintuning am Zeitplan vorgenommen, Essenzeiten mit der Herberge abgestimmt und anschließend unsere Unterkunft, das Haus Kolumbus, bezogen. Zimmertüren wurden beschriftet und unser Aktivitätenplan aufgehangen. Bis 17:00 Uhr waren alle Kids da und alle Eltern wieder abgereist – Die ADAC Jugendfreizeit konnte starten.

Zimmer waren erkundet, letzte Betten wurden getauscht, Koffer ausgepackt und die kurze Hose angezogen. Nach einem gemeinsamen Abendessen (Fischfrikadellen mit Salat und Schokopudding) ging es in den Herbergseigenen „Kinosaal“. Wir sahen einen Film mit Tipps & Tricks und Regeln der Herberge. Deutlich schlauer verließen wir den Saal gute 15 Minuten später wieder und bereiteten unser „Spiel ohne Grenzen“ vor.

Neun Betreuer gleich neun tolle Spiele, es mussten Holzklötze durch einen Zaun gepfriemelt werden / Dinge erraten, welche in Sand gemalt wurden / einen Agentenparcours durchschlängelt werden, ohne dass die Glöckchen bimmelten / Äpfel geangelt / Wasser mittels Schwämmen transportiert werden und noch weitere schöne Ideen mehr. Natürlich gab es am Ende auch eine Auswertung mit Siegern und Platzierten. Die Plätze 1 bis 3 durften sich als Preis leckere Naschidosen aussuchen, welche auch sogleich verspeist wurden. Im Anschluss wurde das Außengelände erkundet und erstürmt, bis es um 22:00 Uhr hieß Zähneputzen und Licht aus.

Das war auch wichtig, denn am Samstag startete der Tag um 06:45 Uhr mit dem Frühstück, welches wir in unserem eigenen kleinen Speisesaal in unserem Haus einnahmen und uns Lunchpakete packten. Ein Reisebus holte uns um 07:30 Uhr ab und brachte uns nach Flensburg. Da wir am Jump house vorbei fuhren, erreichten wir dieses 5 Minuten später mit einer kleinen, gedrehten Extrarunde. Für jeden gab es ein oranges Paar Anti-Rutsch-Socken und einen Aufkleber mit unserer Sprungzeit. 09:00 bis 10:30 Uhr gehörte das Jump house uns. Wir bewältigten angeleitete Wettkämpfe und Spiele. Danach durfte jeder springen, wie er wollte. Ob nun mit Sprungkraft unterstütztes Basketball, Völkerball, Sprünge in ein Airkissen oder in eine Grube voller Schaumstoffwürfel. Der Fantasie blieben keine Grenzen und wir tobten uns so richtig aus.

Leider gab es dort keine Duschen. So zogen wir leicht verschwitzt unsere neuen ADAC Jugendfreizeit Shirts mit zwei rennfahrenden Wattwürmern auf der Brust an und marschierten quer durch Flensburg. Gegen kurz vor 12:00 Uhr erreichten wir die Phänomenta. Bis 14:30 Uhr erlebten wir Naturgesetze und Physik hautnah. Einiges verwirrte, einiges erstaunte, vieles brachte uns zum Lachen und gelernt haben wir auch noch was. Bevor uns der Reisebus um 18:00 Uhr am Hafen wieder einsammelte, hatten alle Freizeit. Flensburg wurde in kleineren und größeren Gruppen erforscht. Gerade als die letzten in den Bus einstiegen, öffnete der Himmel seine Pforten und es regnete in Strömen!

Auf der Rückfahrt war es sehr leise im Bus, viele Äuglein fielen zu. Im Haus Kolumbus angekommen, gab es eine Gemüsesuppe mit Würstchen und Bananen. Frisch gestärkt wurde draußen gespielt. Das Wetter war wieder gut und es artete in eine große Wasserschlacht aus. Am Anfang waren es Wasserbomben, am Ende mit Wasser gefüllte Eimer. Trocken gelegt, brachen einige noch zu einer Nacht-Geocache-Tour auf. Die eigentliche Dose konnte leider nicht gefunden werden, wir fanden nach der 1. Station die Reflektor Strecke nicht. Mit einem Zufallsfund am Leuchtturm in der Tasche zogen wir dennoch zufrieden wieder ab. Leicht verspätet ging es dann zur Nachtruhe auf die Stuben.

Am Sonntagvormittag konnten wir es ruhig angehen lassen. Optimistisch wurde das Frühstück für späte 08:30 Uhr geplant. Und es war ruhig im Haus! Bis nach acht Uhr Totenstille. Wahnsinn! Wir bauten Drachen selber. Aus Holz, mit Garn & Leinen und Müllbeuteln. Verziert wurden sie mit liebevollen Krepp-Schleifen. Getestet haben wir sie gleich auf dem Rasen und am Deich. Flugfähig waren sie nur bedingt, aber wir haben viel gelacht und einige Meter zurückgelegt, um unsere Schätze gen Himmel zu schicken.

Um 13:00 Uhr stärkten wir uns mit Brot und Aufschnitt bevor wir zum Strand aufbrachen. Am wasserlosen Strand angekommen, trafen wir unsere zwei Wattführer an. Norddeutsch knurrig begrüßten sie uns, bevor wir gemeinsam zu einer 1 ½ stündigen Tour aufbrachen. In zwei Gruppen wurden uns das Wattenmeer und seine Bewohner, jedoch auch die Gefahren näher gebracht. Wir wählten im Gegensatz zu den beiden Einheimischen die falsche Kleidung. Luftig leicht gekleidet flatterte uns der Wind um die Ohren. Der Gänsehaut konnte nur durch viel Bewegung begegnet werden.

Verrückt und ausgelassen wurden die dortigen Spielgeräte noch ausprobiert. Da wurde sich gedreht und geklettert, gelacht und gewippt. Hungrig zurückgekehrt wurde sogleich der Holzkohlegrill entfacht. Es gab Frikadellen, Würstchen und sehr viel Salat. Satt kamen wir an der Feuerstelle noch einmal zusammen und genossen den Abend mit Stockbrot. Vor dem Schlafengehen brachen wir erneut auf, jagten und gruselten uns bei einer Schnitzeljagd mit Holzschnitzeln. Vollzählig waren wir dann gegen 23:30 Uhr in den Betten.

Montagmorgen, Koffer waren gepackt und die Zimmer gefegt. Zuerst haben wir unseren Ohrwurm, unser Jugendfreizeit-Lied, zu dem Titel „Little Sunshine“ eingesungen, bevor die Bimmelbahn erschien und uns in angenehmem Sightseeingtempo zur Dünen Therme brachte. Rutschen, toben, lachen, schwimmen. Ganz nebenbei wurden alle wieder sauber. So ging es zurück in die Herberge, wo bereits die Eltern auf unser Erscheinen warteten.

Lachende und weinende Augen, same procedure as every year. So soll es sein! Glücklich und zufrieden – bis zum nächsten Jahr.

Daniela Jaschinski