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Lizenzpflichtige Disziplinen

Rallyesport gilt als eine der anspruchsvollsten Motorsportdisziplinen überhaupt. Die Wertungsprüfungen finden vielfach im öffentlichen Verkehrsraum statt. Sie zeichnen sich im Wesentlichen dadurch aus, dass die Strecken nicht viel breiter sind als die Fahrzeuge selber. Es geht über Kuppen, zahlreiche unterschiedlichste Kurvenradien über Schotter, Asphalt oder auch Schnee. Dabei sind die Knicks, Bäume oder auch Gräben immer dich bei und Fehler werden selten verziehen.

Da die Strecken nicht trainiert werden dürfen, erhalten die Teilnehmer im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit, die Strecken im Vorwege abzufahren und sich einen Aufschrieb zu erstellen, der es dem Fahrer erlaubt, sich während der Wertungprüfungen zu orientieren. Dabei kommt dem Co-Piloten besondere Bedeutung zu: Er liest das Roadbook, mit den Informationen zum Streckenverlauf vor.

Die Fahrzeuge starten bei Rallyes im Minutenabstand. Daher ist der Hauptgegner für jedes Team die Uhr, denn eine Orientierung am Gegner ist auf Grund der Abstände nicht möglich. Überholmanöver sind im Rallyesport eher selten.

Der Automobil-Slalomsport ist eine ideale Motorsportdisziplin für den Einstieg, da nahezu mit jedem Auto an den Start gegangen werden kann. Bei Clubsport- oder DMSB-Veranstaltungen wird dabei eine durch Pylone abgesteckter Parcours möglichst schnell bewältigt, ohne die Pylone umzuwerfen oder zu verschieben. Hierfür ist es wichtig, dass die Sportler den passenden Rhythmus finden, um den Parcours schnellstmöglich zu durchfahren.

Den Teilnehmer steht ein Trainingsdurchgang zur Verfügung bevor sie zwei bis drei Wertungsläufe absolvieren. Die Strecken im Clubsport sind in der Regel zwischen 800 und max. 1.000 Metern lang, wobei bei DMSB Veranstaltungen eine Streckenlänge von 1.000 und 5.000 Metern üblich ist. Für die Veranstaltungen werden häufig vorhandene Parkplätze, Straßen in Gewerbegebieten oder auch auf Flugplätzen genutzt.

Lizenzfreie Disziplinen

Seit 1952 führt der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) Geschlicklichkeits-wettbewerbe mit Automobilen, heute als Automobil-Turniersport bezeichnet, durch. Bereits seit 1954 werden in dieser Disziplin auch Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Da man sich jedoch mit der Gründung des Deutsche Motor Sport Bundes (DMSB) darauf verständigt hat, dass nur dieser offizielle Deutsche Meisterschaften ausschreibt, wird seitens des ADAC aktuell ein Bundesendlauf in dieser Disziplin durchgeführt.

Einer der Väter dieser Wettbewerbe, Herr Dr. Helmut Schmachtenberg, schrieb damals im Vorwort der Turnierordung:

Sinn und Zweck des Geschicklichkeitsturniers ist es, die Fahrkunst zu pflegen und die Sicherheit im Straßenverkehr dadurch zu heben. Die vorliegende Turnierordnung geht daher von dem Gedanken aus, nur aufgaben aus dem täglichen Verkehrsleben zu stellen. Der Wert des Geschicklichkeitsturniers wird erhöht, wenn der Bewerber sich nicht nur mit der Teilnahme am Turnier begnügt, sondern sich duch systematisches Training im Straßenverkehr oder durch Übungsstunden auf die gestellten Aufgaben vorbereitet.

Diese Grundgedanken sind nach wie vor gültig, insbesondere, wenn wie beim Automobil-Turniersport noch die zeitliche Komponente zur Bewältigung der gestellten Aufgaben Einfluss findet.

Trialveranstaltungen finden mit Geländewagen oder auch mit Quads bzw. ATV's im urwüchsigen Gelände statt. Vielfach wird in Sandgruben oder anderen schwer befahrbaren Geländen verschiedene Sektionen aufgebaut, die möglichst fehlerfrei zu durchfahren sind. Die Besonderheit bei dieser Motorsportdisziplin ist, dass sie die einzige ist, die ohne eine Zeitwertung auskommt und dennoch am Ende einer Veranstaltung einen Sieger ehrt.

Die Parcoure sind so mit Stangen und sich darauf befindlichen Kugeln abgesteckt, dass schon sehr viel Geschick im Umgang dem Fahrzeug erforderlich ist. Denn, sollte ein Kugel durch Fahrzeugberührung fallen, gibt es Strafpunkte. Am Ende eines Tages gewinnt der Teilnehmer oder auch die Teilnehmerin, die am wenigsten Strafpunkte kassiert hat. Dabei werden jedoch die unterschiedlichen Fahrzeugtypen mit ihren verschiedenen Längen und Breiten entsprechend berücksichtigt und mit Handicapfaktoren in die Wertung einbezogen.