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Lizenzpflichtige Disziplinen

Extremsportler auf zwei Rädern
Im Motocross müssen Mensch und Maschine hart im Nehmen sein. Zahlreiche Sprünge, waschbrettartige Streckenpassagen und tiefe Bodenwellen fordern ihren Tribut und machen gleichzeitig die Faszination dieses Sports aus. Bei den großen Starterfeldern von bis zu 40 Teilnehmern und einer Renndauer zwischen 15 und 40 Minuten bewegen die Piloten sich die gesamte Zeit im Grenzbereich.

Da Motocross meist im Freien veranstaltet wird, können sich die Streckenverhältnisse schnell ändern. Durch Sonne, Regen und sonstige Witterungseinflüsse kann der Untergrund steinhart werden oder sich in eine Schlammpiste verwandeln. Die Strecken sind zwischen 1.000 und 2.000 Metern lang und durch die technisch anspruchsvollen Passagen werden hohe Geschwindigkeiten vermieden.

Neben dem normalen Motocross haben sich noch weitere Kategorien wie Seitenwagen-Motocross, Supercross (SX), das meistens in Hallen veranstaltet wird, und Freestyle-Motocross. Bei dieser spektakulären Sportart zeigen die Teilnehmer waghalsige Sprünge kombiniert mit atemberaubenden Tricks. Auch die kleinen Crosser können sich schon am Lenker beweisen. Ab sechs Jahren können sie an einer kindergerechten Serie teilnehmen.

Die Marathonsportler auf zwei Rädern
Die Enduro-Piloten sind die Ausdauersportler der Motorradszene. Für sie ist jeder Start eine Fahrt ins Ungewisse, denn sie dürfen sich im Vorfeld die Strecken nicht trainieren. Nach dem Start müssen die Teilnehmer die unterschiedlichsten Untergründe bewältigen. Die Route führt über öffentliche Wege und Straßen, aber auch durch unwegsames Gelände: Sand, Geröll, Schlamm, steile Auf- und Abfahrtenbilden ein wechslungsreiches Programm.

Die meisten ein- bis zweitägigen Veranstaltungen sind sehr vielfältig.  Im Verlauf eines Tages müssen die Piloten einen bis 80 Kilometer langen Rundkurs drei- bis viermal in einer vorgegebenen Zeit durchfahren. Gelingt es dem Teilnehmer nicht, die Etappenzeiten einzuhalten, erhält er Strafzeiten. Zusätzlich müssen Sonderprüfungen aus den Bereichen Cross-, Enduro- oder Extremsport absolviert werden. Auch diese Sonderprüfungen dürfen nicht trainiert werden sondern darf sich der Teilnehmer im Vorfeld nur zu Fuß ansehen.

Auch die Auswertung der Wettbewerbe hat es in sich. Diese kann erst abgeschlossen werden, wenn der letzte Teilnehmer im Ziel angekommen ist und alle Daten der Zeitkontrollen vorliegen. Durch die Strafzeiten kann sich immer noch etwas ändern. Neben den Piloten müssen auch die Motorräder gute Ausdauereigenschaften beweisen. Dafür werden die wichtigsten Teile – Schalldämpfer, Motor, Räder und Rahmen – mit einer Spezialfarbe markiert, um einen unerlaubten Austausch zu verhindern. Zudem müssen sie der Straßenverkehrsordnung entsprechen und tragen deshalb auch ein offizielles Kennzeichen.

Die wichtigste Meisterschaft in Deutschland ist die DEM, die Deutsche Enduro-Meisterschaft. Daneben gibt es auch noch Wertungen für Junioren, Senioren, Damen, Klassische Motorräder und Quads.