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30.09.2019

Finale: Brokstedt trennt sich in Landshut unentschieden
Das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft 2019 in der Speedway-Bundesliga war gewiss nichts für schwache Nerven. Beim AC Landshut kam das Team des MSC Brokstedt e.V. im ADAC zu einem leistungsgerechten 42:42-Unentschieden. Von Beginn an agierten beide Mannschaften sehr ausgeglichen und boten den rund 3000 Zuschauern im Stadion "Ellermühle" vor den Toren der "Dreihelmestadt" Motorsport auf höchstem Niveau. Nach vier Punkteteilungen in den ersten vier Läufen, konnten die Gastgeber zwar mit 16:14 kurzeitig die Führung übernehmen, doch gab Brokstedt umgehend die entsprechende Antwort, um erneut auszugleichen. Bereits in der Anfangsphase des Matches sollte sich die ganze Dramatik der nachfolgenden Ereignisse abzeichnen. Der Führung der Gäste (29:31), setzte der amtierende Meister den erneuten Ausgleich im elften Lauf entgegen. Nachdem Max Dilger (Brokstedt) nach einer umstrittenen Szene und einem Sturz von Landshut Mark Riss für den Wiederholungslauf ausgeschlossen wurde, nutzen die Gastgeber den nominellen Vorteil.
Als sowohl der letzte von 12 Vorläufen, als auch die beiden Finalläufe jeweils mit 3:3 endeten, stand letztlich das 42:42-Endergebnis zu Buche. Da die Punkte aus beiden Finalrennen in Landshut und in Brokstedt zur endgültigen Meisterschaftsentscheidung addiert werden - im Falle einer witterungsbedingten Absage des Rennens am Donnerstag in Brokstedt allerdings kein Sieger feststehen würde - kam es zu einem Stechen. Am Ende hatte der Finne Timo Lahti im Dienste der "Wikinger" gegen Vaclav Milik (Tschechien) die Nase vorn. "Das war heute eine wirklich starke Leistung unserer Mannschaft", so MSC-Teammanagerin Sabrina Harms. "Das wir am Ende sogar das Stechen gewinnen konnten, freut uns natürlich noch einmal ganz besonders. Trotzdem wollen wir natürlich alles daran setzen den Fans am Donnerstag auf dem Holsteinring erneut ein spannendes Rennen bieten."
Personell würde dem MSC Brokstedt beim alles entscheidenen Finale am 3. Oktober auch wieder Mannschaftskapitän Kai Huckenbeck zur Verfügung stehen. Dieser musste seinen sportlichen Verpflichtungen in Polen nachkommen und konnte nicht in Landshut starten. Harms: "Wir werden alle Möglichkeiten prüfen und dann die für uns stärkste Mannschaft ins Rennen schicken."
Die Vergabe des Meistertitels bleibt also spannend wie selten zuvor - das Ende ist vollkommen offen. Das Rennen auf dem Holsteinring wird am Donnerstag um 14 Uhr gestartet (Nachwuchsclubmeisterschaft im Rahmenprogramm sowie Training ab 10 Uhr).