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14.05.2018

Motorrad: Pfingsten ruft aus 2018 der Bergring Teterow

Es gibt wohl kaum eine Rennstrecke im deutschen Motorradsport, die mit so viel Tradition behaftet ist wie der Bergring in Teterow. Kenner der Szene sprachen einst vom „Nürburgring in den Heidbergen“. Viele Legenden in Bezug auf unzählige historische Ereignisse ranken sich um die „schönste Grasbahn der Welt“. Seit ihrer Eröffnung im Jahre 1930 zieht es alljährlich – immer zu Pfingsten – zahlreiche Motorsportfreunde aus der ganzen Welt an die anspruchsvolle Rennstrecke in der Mecklenburgischen Schweiz. Rennen um den traditionellen Bergring-Pokal, eine reine Prestige-Trophäe, werden seit 1958 ausgetragen, obwohl das Bergringrennen in diesem Jahr nunmehr seine 98. Auflage findet. Das Rennwochenende in Teterow überlebte dabei alle politischen Systeme der Neuzeit und, obwohl die ganz „fetten Jahre“ in denen bis zu 80000 Zuschauer das weite Rund säumten vorbei sind, existiert die „Faszination Bergring“ noch immer bei den Fans aber auch bei den aktiven Sportlern, die sich Jahr für spannende und spektakuläre Rennen liefern.

Einer von ihnen ist auch Stephan Katt aus Neuwittenbek bei Kiel. Der Bahnsportprofi des MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal in Folge in Teterow und kommt beim Stichwort Bergring förmlich ins Schwärmen. „Diese Strecke verlangt dem Fahrer alles ab. Es gilt die Elemente aus dem klassischen Bahnsport mit denen des Motocross zu kombinieren.“ Nach dem ersten „Lehrjahr“ in Teterow fand sich Katt in den Folgejahren immer besser auf der 1877 Meter langen Bahn, die neben Links- und Rechtskurven einige Steigungen sowie Sprünge aufweist, zurecht. Den ganz großen Wurf landete der 38 Jährige Schleswig-Holsteiner im Jahre 2015 als er den Lokalmatadoren und Favoriten Enrico Janoschka besiegte und den begehrten Bergring-Pokal gewinnen konnte. Katt: „Das war damals für alle eine große Überraschung doch ich wusste damals um meine Stärken. Natürlich gehört im Rennsport auch immer etwas Glück dazu. Es passte einfach alles.“ Während Janoschka zwischenzeitlich seine Rennfahrerkarriere beendete, zieht es Stephan Katt nach wie vor sowohl national als auch international an das Startband. Ein Start in Teterow ist für den „Catman“, wie seine Fans Katt seit vielen Jahren nennen, nicht nur eine sportliche Herausforderung. „Es ist die Mischung aus Spaß aber auch Respekt, die für mich den absoluten Reiz ausmachen.“ Angesprochen auf die Ziele für das Rennen in Teterow bei dem neben dem Bergring-Pokal auch noch die Rennen um das „Grüne Band“ und dem „Pokal der Nationen“ ausgetragen werden, hält sich Katt eher bedeckt. Von einer Favoritenrolle möchte der gebürtige Kieler nichts wissen. Katt: „In Teterow gibt es viele Favoriten. Ich möchte ein gutes Rennen fahren. Was am Ende dabei herausspringt werden wir sehen.“

Während die Rennen in der Vergangenheit stets an zwei Tagen ausgetragen wurden, haben sich die Verantwortlichen in diesem Jahr entschieden das gesamte Rennprogramm auf den Pfingstsonntag zu reduzieren. Wirtschaftliche Gründe wären für diese Entscheidung ausschlaggebend gewesen, wobei die Anzahl der auszutragenden Wettbewerbe dabei nicht reduziert werden. Katt: „Ich kann diesen Schritt verstehen, wobei es für uns Rennfahrer in der Vergangenheit angenehmer war, Rennen an zwei Folgetagen zu bestreiten. Ich gehe die Sache professionell an und stelle mich auf die neue Situation entsprechend ein.“ Somit wartet auf Fans und Fahrer ein langer Pfingstsonntag, beginnt die Veranstaltung doch bereits um 8,30 Uhr mit dem Training ehe dann ab 12 Uhr die insgesamt 21 Punktläufe gestartet werden.