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Der MSC Brokstedt verkaufte sich zum Auftakt der Speedway-Bundesliga teuer, musste beim AC Landshut allerdings vor mehr als 3000 Zuschauern eine knappe 40:42-Niederlage einstecken.

23.04.2018

Speedway: Brokstedt unterliegt in Landshut mit 40:42

Spannender hätte die neue Saison in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC nicht beginnen können. Im ewig jungen „Nord-Süd-Duell“ mussten die „Wikinger“ beim amtierenden deutschen Meister vom AC Landshut in Niederbayern antreten. Dabei stand die Begegnung aus Sicht der Norddeutschen im Vorfeld unter keinem guten Stern. Aufgrund von Terminüberschneidungen mit der polnischen Eliteliga musste Brokstedt neben Mannschaftskapitän Kai Huckenbeck gleich auf drei internationale Spitzenfahrer aus dem Teamkader verzichten. Mit dem australischen Ex-Grand-Prix-Piloten Troy Batchelor konnte zwar kurzfristig Ersatz verpflichtet werden, doch blieb der Brokstedter Neuzugang über weite Strecken der Begegnung hinter seinen Möglichkeiten und den Erwartungen der MSC-Verantwortlichen. „Das ist leider oftmals so im Speedway-Sport. Die Papierform allein sagt nicht immer etwas über die tatsächliche Form der Fahrer aus“, so Michael Schubert, Pressesprecher in Brokstedt. Sieben Punkte sollten letztlich auf das Konto Batchelors gehen.
Insgesamt sahen die mehr als 3000 Zuschauer bei hochsommerlichen Bedingungen in der „OneSolar-Arena“ in Landshut-Ellermühle ein spannende und hochdramatische Begegnung der letztjährigen Bundesliga-Finalteilnehmer. Von Beginn an zeigten die Akteure Speedway-Sport auf hohem Niveau. Obwohl die Gäste aus Schleswig-Holstein vor dem ersten Start als krasser Außenseiter gehandelt wurden, übernahmen die Gäste nach dem dritten Lauf die Führung, die zwar immer knapp war, letztlich allerdings bis zum neunten von insgesamt 14 Wertungsläufen anhielt. Dem 26:26-Ausgleich der Gastgeber, folgte in Lauf elf der Führungswechsel. Den Zwei-Punkte-Vorsprung gaben die „Devils“ in der Schlussphase dieses sehenswerten Vergleichs nicht mehr ab um letztlich einen knappen 42:40-Sieg zu feiern. Schubert: „Glückwunsch an den ACL zum Sieg obwohl ich denke, dass heute ein Remis verdient gewesen wäre.“ In der Tat hielt sich die Enttäuschung auf Seiten des MSC nach dem Auswärtsauftritt in Landshut in Grenzen. So befand auch Brokstedts Teammanagerin Sabrina Harms, dass sich die Mannschaft extrem teuer verkauft hätte. Vor allen Dingen die Neuzugänge Max Dilger (13 Punkte), der gleich zweimal nach unverschuldeten Kollisionen durch den Gegner stürzte, dabei aber unverletzt blieb, sowie der dänische Nachwuchsfahrer Andreas Lyager (12 Punkte)  präsentierten sich als absolute Leistungsträger auf Brokstedter Seite.

„Wir können mit dieser Niederlage leben“, so Michael Schubert, der nach dem Rennen noch einmal betonte, dass dem MSC zuvor eine derbe Schlappe prognostiziert wurde. „Davon waren wir heute weit entfernt. Die Leistung und die Moral im Team geben uns ein gutes Gefühl für den weiteren Verlauf der Saison.“

Bereits am 1. Mai geht es für den MSC im Speedway-Oberhaus weiter. Ab 14 Uhr empfangen die „Wikinger“ dann die Mannschaft der DMV „White Tigers“ aus Diedenbergen bei Frankfurt.

Die Punkte für den MSC Brokstedt:

Max Dilger 13 Punkte
Andreas Lyager (DK) 12 Punkte
Troy Batchelor (AUS) 7 Punkte
Danny Maaßen 3 Punkte
Darell de Vries 3 Punkte
Lukas Fienhage 2 Punkte