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11.10.2018

Am  6. und 7. Oktober fand auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn der ADAC-Kart-Bundesendlauf statt. Insgesamt hatten sich die besten 131 Fahrerinnen und Fahrer aus den Serien NAKC, SAKC, WAKC und OAKC angemeldet. Als einziger Fahrer aus Schleswig-Holstein war Paul Dreiling vom AC Schleswig dabei.

Den Donnerstag und den Freitag vor den Finals nutzte Paul bereits zum Testen. Schnell war klar, dass die 1.038 m lange Rennstrecke ihrem Ruf gerecht wird und eine große Herausforderung für Mensch und Material ist.

Die hohen Curbs und heftigen Bodenwellen forderten bereits am Donnerstag ihren Tribut. Erst brach während des Trainings der Bremsscheibenschutz und flog im hohen Bogen in die Reifenstapel. Woraufhin abends die komplette Bremsanlage nebst Bremszylinder getauscht werden musste. Die Trainigszeiten waren nur mäßig.

Am Freitag verlor Paul in einer scharfen Rechtskurve das rechte Vorderrad. Das außenliegende Kugellager brach, so dass sich das Rad einschließch der Radaufnahme löste. Zum Glück wurde niemand getroffen. Der Fahrer vom AC-Schleswig klagte über Rückenschmerzen und Schmerzen beim Einatmen. Nach Rücksprache mit der Rennleitung wurde Paul im Krankenhaus geröntgt. Tatsächlich handelte es sich nur um muskuläre Probleme. Mit dem entsprechenden Attest durfte er weiter starten.

Am Samstag stand das Qualifying an. Dieses misslang völlig, da Paul sich auf die Strecke nicht einstellen  konnte, er kam mit der Kart-Abstimmung nicht zurecht. Am Ende bedeutete das Platz 19 von 25 Startern. Die Enttäuschung war groß und sein Ziel Top 10 in weite Ferne gerückt.

Doch das wollte der Schleswig-Holsteiner nicht auf sich sitzen lassen. Bereits im anschließenden Heat 1 biss Paul sich durch. Immer wieder setzte er vor den Kurven zum Überholen an, bremste sich neben seine Kontrahenten und wurde als Dreizehnter abgewunken. Heat 2 verlief ähnlich. Durch einen Startunfall auf den letzten Platz abgerutscht, konnte sich Paul nach 13 Runden auf Platz 17 kämpfen. Nach Heat 1 und 2 bedeutete das Startplatz 14 im 1. Finale. Eine Verbesserung um fünf Plätze!

Das 1. Finale am Sonntag war nervenaufreibend. Auf Platz 14 liegend erwischte Paul einen klasse Start und konnte gleich Plätze gut machen. Im ganzen Feld wurde Rad an Rad um jede Position gerungen. Leider kam es zu einem Unfall, der nicht nur eine Gelbphase sondern sogar eine SLOW-Phase auslöste. Die Teilnehmer mussten unter Gelb in Schrittgeschwindigkeit das Rennen beenden, da Rettungskräfte auf der Strecke waren. Glücklicher Weise ging alles glimpflich aus. Paul sah als Zehnter die karrierte Flagge. Im 2. Finale kam Paul auf einen hervorragenden 11. Platz und wurde auch in der Gesamtwertung in der Klasse X30-Junior Elfter.

„Mein Ziel Top 10 habe ich leider knapp verfehlt. Aber dennoch bin ich schon stolz, dass ich von Platz 19 nach diesem wirklich miesen Quali noch auf 11 gefahren bin. Hier waren schließlich nur die Besten“, so der Fahrer aus dem Hohen Norden. „Ich denke, ich habe Schleswig-Holstein und den AC Schleswig gut vertreten. Nächstes Jahr möchte ich im Kart-Cup überregional starten. Dann reisen wir durch ganz Deutschland. Darauf freue ich mich schon!“