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Michael Schubert/Thomas Thode

15.11.2021 Michael Schubert

Brokstedt. Auf Nachfragen zu einer möglichen Teilnahme an einer ausländischen Speedway-Liga reagieren die Verantwortlichen beim MSC Brokstedt e.V. im ADAC derzeit nur noch genervt. Seit einigen Wochen kursieren in der deutschen Bahnsportszene Gerüchte, dass die "Wikinger" im kommenden Jahr in der zweiten Speedway-Liga in Polen starten würden und somit dem MSC Wittstock und dem AC Landshut folgen würden. Wittstock hatte sich bereits 2020 auf das Abenteuer eingelassen und sah sich sowohl im ersten als auch zweiten Jahr auf dem neuen Terrain mit großen sportlichen Problemen konfrontiert. Ganz anders lief es indes für den AC Landshut. Die "Devils" waren in diesem Jahr in den Rennbetrieb in Polen eingestiegen und schlossen die Saison als Sieger und Aufsteiger in Liga eins ab. "Komischerweise wurden im Laufe diesen Jahres die Gerüchte immer lauter, dass auch wir im kommenden Jahr in der zweiten polnischen Liga starten würde," so Michael Schubert. In Brokstedt haben die Verantwortlichen schon eine gewisse Ahnung aus welcher Richtung diese Gerüchte, die laut Schubert jeglicher Grundlage entbehren, stammen. Demnach scheinen diese auf Äußerungen und Gebaren von Personen basieren, die sich in Polen durch so genanntes "Insiderwissen" auf Kosten des MSC profilieren möchten. Untermauert wird diese Annahme derzeit durch Personalien, die in Polen hinter vorgehaltener Hand benannt werden. "Uns ist zu Ohren gekommen, dass sich bereits jemand in Polen als zukünftiger Sport-Direktor des MSC Brokstedt ausgegeben haben soll, der das Ziel anstreben würde unser Team im kommenden Jahr dort an den Start zu bringen." Sowohl Schubert als auch dessen Stellvertreter beim MSC, Thomas Thode, dementieren sämtliche Gerüchte zu diesem Thema.

Thode: "Sportlich ist unsere Zielsetzung ganz klar national ausgerichtet. Bundesliga und Speedway-Team-Cup sowie die Speedway-Liga-Nord sind Themen, mit denen wir uns derzeit in unseren Planungen für die kommende Saison beschäftigen." Ein Start in einer ausländischen Liga sei für Brokstedt ein so hohes finanzielles Risiko welches nach eigenen Angaben die Existenz des amtierenden deutschen Speedway-Mannschaftsmeister massiv gefährden würde. "Leider sind allerdings die offensichtlich gezielt gestreuten Gerüchte zur Ligateilnahme im Nachbarland für uns derzeit extrem kontraproduktiv und könnten, wenn wir hier nicht ganz klar gegensteuern für uns wirtschaftlich schädlich werden. Unsere Partner werden hier massiv verunsichert - eine Tatsache mit der wir so nicht leben wollen."

Derzeit führen sowohl Schubert als auch Thode viele Aufklärungsgespräche da die Spekulationen rund um einen Ligawechsel der "Wikinger" offensichtlich immer wieder angeheizt werden. Schubert: "Ich hoffe, dass die Winterpause jetzt etwas mehr Ruhe bringt - mich nervt diese Thematik einfach nur noch."