Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
16.07.2017

Hatten am Samstag noch optimale Witterungsbedingungen den Auftakt in das Jubiläumswochenende begleitet, so herrschte am Sonntag  eine durchweg dichte Wolkendecke und nicht ein Sonnenstrahl traf die perfekt vorbereitete ADAC Motorsport Anlage in Tensfeld. Zur natürlichen Streckenbewässerung zeigte sich kurzzeitig der typisch norddeutsche Nieselregen aber das tat dem Zuschauerinteresse keinen Abbruch. Über das gesamte Rennwochenende war der Zuspruch sehr gut und am Ende wurde mit fast siebentausendfünfhundert Besuchern wieder eine stattliche Zahl vermeldet.  Die zahlreichen Besucher wurden für ihr Kommen mit Motocross-Sport auf höchstem Niveau verwöhnt. In allen drei Rennkategorien wurde über die gesamte Renndistanz erbittert um Sieg, Ruhm und Ehre gefightet.

Entsprechend positiv zog der Sportleiter des ADAC Schleswig-Holstein, Torsten Johne, Fazit: „Heute haben wir das Dutzend vollgemacht. Die zwölfte Veranstaltung des ADAC MX Masters an seiner Geburtsstätte in Tensfeld. Dass wir hier den Auftakt in diese tolle Serie gestartet und an diesem Wochenende auch die hundertste Veranstaltung ausgetragen haben, macht mich sehr stolz. Leider hat das Wetter an diesem Sonntag nicht ganz mitgespielt und das hat uns einiges an Besucherpotential gekostet, aber da hat man eben keinen Einfluss drauf. Die Dinge, die wir beeinflussen können, sind wieder einmal rund gelaufen und alle Neuerungen um die Veranstaltung herum haben sich positiv bemerkbar gemacht. Die Erweiterung im Bereich der Sitzplätze um die Tribüne am Nordwall wurde von den Besuchern begeistert aufgenommen und genutzt. Ein ebensolch positives Echo rief die neu geschaffene Aussichtplattform für gehandicapte Menschen hervor. Für die Zukunft haben wir noch einiges vor und werden weiter nachhaltig in Richtung Zukunft arbeiten. Mit der  starken und tatkräftigen Helferschar rund um den MCE Tensfeld können wir das stemmen. Wir freuen uns schon heute auf das ADAC MX Masters 2018.“

ADAC MX Masters: Henry Jacobi fliegt zum ersten Masters-Triumph

Mit dem ersten Triumph für Henry Jacobi endete das Jubiläumswochenende im ADAC MX Masters. Der 20-jährige aus Bad Sulza in Thüringen legte mit Rang zwei im ersten Umlauf den Grundstein für den Tagessieg. Nach einem guten Start ins zweite Rennen fuhr er kontrolliert und überlegen auf Rang drei seinen ersten Gesamtsieg nach Hause. „Ich wusste, dass es auf der physisch hoch anspruchsvollen Piste am Ende unglaublich hart werden würde. So habe ich in der Anfangsphase hart gepusht und mir einen guten Vorsprung auf die Konkurrenten erarbeitet. Ich hatte das Geschehen jederzeit unter Kontrolle und wollte dann auch fehlerfrei ins Ziel fahren. Der leichte Regen über die gesamte Renndistanz hat es nicht einfach gemacht, aber am Ende hat alles perfekt gepasst. Es ist eine besondere Auszeichnung auf dieser Strecke hier zu gewinnen“, so der glückliche Husqvarna Pilot vom STC Racing Team. Auch der souveräne Tabellenleader des ADAC MX Masters Dennis Ullrich (KTM Sarholz Racing Team) zog als Tageszweiter ein positives Fazit: „Im ersten Lauf habe ich meinen Rhythmus nicht halten können und so war der vierte Rang eher eine Enttäuschung. Das sollte im zweiten Rennen anders werden und ich habe mir einiges vorgenommen. Der zweite Platz am Ende war ok, denn ich konnte und wollte nicht  mehr riskieren. Der Regen hat die Sicht stark beeinträchtigt und so habe ich  mich für den Sicherheitsaspekt entschieden, wichtige Punkte eingefahren und die Meisterschaftsführung weiter ausgebaut.“ Als Dritter komplettierte Jonathan Bengtsson das Podium. Der Schwede wurde dabei für seine äußerst konstanten Rennläufe mit den Rängen vier und fünf belohnt. Die Laufsieger hießen Brian Hsu (Deutschland) und Jens Gettemann (Belgien). Beide Piloten waren im jeweils anderen Rennen vom Sturzpech verfolgt und blieben so deutlich unter ihren Möglichkeiten. Lokalmatador Mike Stender zeigte im ersten Lauf vor heimischer Kulisse eine bärenstarke Leistung und überzeugte mit einem tollen siebten Rang. Im zweiten Wertungslauf musste der Eutiner jedoch vorzeitigt enttäuscht die Segel streichen und blieb ohne weiteren Punktgewinn.

ADAC MX Youngster Cup: Emotionaler Sieg für Lukas Platt

Lukas Platt konnte seine Emotionen nicht zurückhalten. Der 20-jährige Leverkusener setzte sich vollkommen überraschend gegen die Nachwuchselite des europäischen Kontinents durch und feierte seinen ersten großen Triumph im hohen Norden. Dabei hatte nach dem ersten Lauf mit Rang neun ein solides Resultat aber keine Spitzenplatzierung zu Buche gestanden. Allerdings war der Rheinländer im zweiten Umlauf on Fire, siegte überlegen und in der Addition beider Wertungsläufe gelang der große Triumph. Tabellenleader Tom Koch aus Thüringen baute als Zweiter in der Tageswertung seine Meisterschaftsführung weiter aus, während der Pole Gabriel Chetnicki das Podium komplettierte. Nichlas Bjerregaard siegte derweil im ersten Umlauf souverän, musste aber im zweiten Rennen vorzeitig aufgeben und die Träume auf den Sieg im Tensfelder Sand begraben. Sein Potential hatte Bjerregaard bereits beim Rennen 2015 als Tagesdritter auf dem Podium des MX Youngster Cup unter Beweis gestellt.

 

ADAC MX Junior Cup: Australischer Teenager Jett Lawrence feiert Doppelsieg

Zwei ungefährdete Laufsiege des australischen Teenagers Jett Lawrence untermauerten dessen Titelambitionen  im ADAC MX Junior Cup eindrucksvoll. Der im belgischen Sand-Mekka Lommel beheimatete 13-Jährige lies der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und holte überlegen die Maximalpunktzahl für die Meisterschaftswertung. Dort konnte er allerdings seinen Rückstand nur um sechs Zähler auf den Tabellenleader Max Palsson verkürzen. Der Schwede zeigte sich ebenfalls in sehr guter Verfassung und kreuzte in beiden Wertungsläufen auf Rang zwei die Ziellinie. Mit der Punkteausbeute von vierundvierzig Meisterschaftszählern behaupte der 14-Jährige souverän seine Führung im Zwischenklassement. Erster Verfolger in der Gesamtwertung bleibt weiterhin Magnus Smith aus dem benachbarten Dänemark. Im ersten Lauf noch als Dritter in Schlagdistanz zu den Titelkontrahenten, strauchelte er im zweiten Rennen und finishte letztendlich als Fünfter. „Wichtige Meisterschaftspunkte verloren, aber als Gesamtdritter wenigstens noch auf dem Tagespodium und in der Meisterschaft noch alle Chancen“, so das Fazit des Dänen.