Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
15.10.2020

Was für eine grandiose Vorstellung von Ken Hoffmann im ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokal. Beim 8. Lauf auf der Rennstrecke in Barcelona zeigte der Gaststarter eine tolle Leistung und holte sich überlegen den Sieg. Unterdessen schließt Hendrik Stoldt mit einem starken zweiten Platz zum Meisterschaftsführenden Jan Nimz auf.

Bereits das Qualifying war an Spannung kaum zu überbieten. Gaststarter Hoffmann im Porsche 911 GT3 R sicherte sich mit einer Zeit von 1:46:601 die Pole Position und lag damit nur wenige Tausendstelsekunden vor Hendrik Stoldt im nächsten 911er. Damit konnte Stoldt 4 wichtige Zusatzpunkte im Kampf um die Meisterschaft holen. Stoldt seinerseits war jedoch ebenfalls nur 16 Tausendstelsekunden schneller als Jan Nimz im BMW Z4 GT3, der damit 3 Zusatzpunkte im Qualifying holte. Platz 4 konnte sich Jakob Siebert sichern, der auch in Barcelona zu den schnellsten Piloten gehörte und 2 Zusatzpunkte aus dem Qualifying mitnahm. Die Top 5 komplettierte der Pink Panther, Lukas Rohde, dem seinerseits ebenfalls nur wenigste Tausendstelsekunden auf die Zeit von Siebert vor ihm fehlten. Das Markenduell zwischen Porsche und BMW ging vorerst eindeutig an Porsche – vier der Top 5 Piloten im Qualifying steuerten einen 911er. Nicht unerwähnt bleiben soll das tolle Qualifying-Ergebnis von David Putzke und Yannik Steinbrenner auf den Plätzen 6 und 7. Damit waren innerhalb der ersten sieben Plätze im Qualifying drei Gaststarter zu finden. Mit dieser Konstellation war ein spannendes Rennen zu erwarten.

Den Rennstart entschied einmal mehr Hendrik Stoldt für sich. Mit seiner ganzen Erfahrung konnte er Ken Hoffmann noch vor Kurve 1 überholen und sich an die Spitze setzen. Dahinter musste Jan Nimz einmal mehr eine Position am Start abgeben, da Jakob Siebert sich vorbeischieben konnte. Erneut zeigte sich, dass der BMW am Start gegenüber dem Porsche im Nachteil ist. Zudem geriet Nimz auch unter Druck von den nächsten 911ern, gesteuert von Lukas Rohde, David Putzke und Yannik Steinbrenner direkt hinter ihm. Marvin Möller, Marvin Böhm sowie David Kühn komplettierten die Top 10.

Nach einigen weiteren Runden konnte Jan Nimz Jakob Siebert wieder überholen und sich auf den dritten Platz vorarbeiten. Nimz fuhr den BMW Z4 GT3 am Limit, um den Abstand zu Hendrik Stoldt schließen zu können. Dabei geriet Nimz jedoch eingangs Start-Ziel in eine Kollision mit einem zu überrundenden Fahrzeug, kam dabei auf das Kiesbett und verlor insgesamt 5 Positionen. Damit musste Nimz erneut eine Aufholjagd vom 8. Platz starten. An der Spitze konnte Ken Hoffmann Hendrik Stoldt bereits nach wenigen Minuten überholen und Platz 1 zurückerobern.

Ken Hoffmann und Hendrik Stoldt konnten sich im weiteren Verlauf von den Konkurrenten ein wenig absetzen, während um die Plätze dahinter hart gekämpft wurde - insbesondere um Platz 4 zwischen Lukas Rohde, David Putzke, Jan Nimz und Yannik Steinbrenner. In „La Caixa“ gelang es Jan Nimz dann, David Putzke mit einem tollen Manöver zu überholen. Yannik Steinbrenner wollte die Gunst der Stunde nutzen und ebenfalls an Putzke vorbeigehen. Dabei kollidierte er jedoch mit dem SiFaT Performance-Piloten, sodass sich Putzke unverschuldet drehte und das Rennen auf Platz 9 wieder aufnehmen musste. Ähnlich wie für Jan Nimz bedeutete dieser Zwischenfall auch für David Putzke, eine Aufholjagd starten zu müssen. Dabei kam es jedoch für Putzke noch schlimmer. Der direkt vor ihm fahrende Marvin Böhm leistete sich bergauf in der Würth-Schikane einen Fahrfehler, drehte sich und räumte David Putzke direkt mit von der Strecke ab. Putzke musste das Rennen mit einem schwer beschädigten Porsche 911 GT3 R dann auf Platz 13 wieder aufnehmen.

Jan Nimz konnte sich im weiteren Rennverlauf an Lukas Rohde auf Platz 4 vorbeischieben, allerdings war der Zug nach ganz vorne für ihn abgefahren. Hoffmann und Stoldt an der Spitze hatten sich ein zu großes Zeitpolster herausgefahren, welches Nimz nicht mehr schließen konnte. In der Zwischenzeit hatten sich auch Morten Diercks und Lucas Tippach in die Top 10 vorgefahren. Für Lucas Tippach nicht unwichtig, um seine Ambitionen auf den dritten Platz in der Meisterschaft aufrechterhalten zu können. An seine starke Form aus Most konnte er jedoch in Barcelona nicht ganz anknüpfen. Auch Patrick Seitz konnte sich mit seinem Lamborghini Huracan GT3 schließlich in die Top 10 vorschieben.

Jan Nimz setzte unterdessen seine Aufholjagd weiter fort, überholte Jakob Siebert genau wie bereits David Putzke in der Kurve „La Caixa“ mit einem mutigen Manöver und setzte sich auf Rang 3. Beide Piloten gingen dabei fair miteinander um, Siebert ließ „die Tür“ in der Rechtskurve auf und verhinderte damit eine Kollision zwischen beiden Fahrern. Die Top 5 mit Hoffmann, Stoldt, Nimz, Siebert und Rohde konnten ihre Positionen dann weiter festigen, da die Zeitabstände nach vorne und nach hinten zu groß waren und keine weiteren Zweikämpfe mehr zuließen. Dahinter hatte sich jedoch im Kampf um Position 6 eine Dreiergruppe aus Morten Diercks, Marvin Möller und Lucas Tippach gebildet. Diercks und Möller gingen dann kurz vor Rennende Rad an Rad durch die erste Kurvenkombination. Am Kurvenausgang fuhr Diercks Möller hinten links ins Heck des Porsche 911, woraufhin beide Fahrzeuge sich drehten. Lucas Tippach berührte seinerseits Möller ebenfalls, konnte jedoch an beiden Konkurrenten vorbeiziehen. Auch Patrick Seitz und David Putzke konnten von diesem Zwischenfall profitieren und sich auf die Plätze 7 und 8 vorarbeiten. Kurz vor Rennende lieferten sich beide Piloten nochmal ein intensives Duell um Platz 7, welches Patrick Seitz für sich entscheiden konnte.

Ken Hoffmann fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein und zeigte dabei ein absolut fehlerfreies Rennen. Darüber hinaus konnte Hoffmann auch die schnellste Rennrunde fahren. Hendrik Stoldt fuhr hinter Hoffmann auf Platz 2 und konnte damit ganz wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft holen.

Das Podium komplettierte Jan Nimz auf P3, der in einen unverschuldeten Unfall verwickelt war und im Anschluss eine grandiose Aufholjagd zeigte. Jakob Siebert und Lukas Rohde, jeweils im Porsche 911 GT3 R, zeigten erneut starke Leistungen und belegten die Plätze 4 und 5. Lucas Tippach im nächsten BMW Z4 kam auf Platz 6 ins Ziel und hält damit den Kontakt zu Lukas Rohde, der in der Meisterschaft auf P3 liegt. Ein fantastisches Rennen gelang auch Patrick Seitz im Lamborghini Huracan, der Siebter wurde und damit erneut auch schnellster Pilot außerhalb des Markenduells zwischen Porsche und BMW war. Auch David Putzke konnte mit P8 als zweitschnellster Gaststarter erneut eine tolle Leistung zeigen, hatte jedoch auch Pech, in 2 Unfälle verwickelt worden zu sein. Die Top Ten komplettierten Marvin Möller und Marvin Böhm.

Das letzte Rennen des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals findet am 28.10. auf dem Lausitzring in Brandenburg statt. Der Meisterschaftskampf zwischen Jan Nimz und Hendrik Stoldt bleibt ebenso spannend wie der Kampf um Position 3 zwischen Lukas Rohde, Lucas Tippach und Marvin Böhm. Gaststarter haben bis zum 21.10. die Möglichkeit sich für das Rennen auf dem Lausitzring einzuschreiben. Der ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals blickt mit Spannung auf das große Finale in der Lausitz.