Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Der MSC Brokstedt zieht nach einem furiosen 57:29-Heimsieg gegen komplett überforderte Gegner der DMV „White Tigers“ in die Finalläufe der Speedway-Bundesliga ein.

Kai Huckenbeck (r.) hier im direkten Duell mit Max Dilger von den DMV „White Tigers“, präsentierte sich mit 14 Punkten als stärkster Akteur des MSC Brokstedt.

10.07.2017

Speedway-Bundesliga: 57:29-Heimsieg gegen überforderte „Wildkatzen“ Mit einem deutlichen Heimsieg ziehen die „Wikinger“ vom MSC Brokstedt e.V. im ADAC vorzeitig in die beiden Finalläufe um die Entscheidung zur Deutschen Meisterschaft ein. Im vorletzten Vorlauf der Speedway-Bundesliga ließen die Hausherren vor rund 1500 Zuschauern auf dem Holsteinring nichts anbrennen und deklassierten die Gäste der DMV „White Tigers“ aus dem hessischen Diedenbergen mit einer 57:29-Lehrstunde. Während der MSC eine geschlossene Mannschaftsleistung präsentierte traten die „Wildkatzen“, die letztlich gnadenlos gezähmt wurden, nahezu komplett überfordert auf. Lediglich Kevin Wölbert, der zuvor vom Ligakonkurrenten MSC Wittstock als Gastfahrer engagiert wurde, sorgte mit seinen 14 gefahrenen Punkten neben Tigers-Kapitän Max Dilger (8 Punkte) für einen Lichtblick in der ansonsten so tristen Vorstellung der Hessen.

Ganz anders hingegen der Auftritt der Brokstedter Stahlschuhartisten. Mit Kai Huckenbeck (14 Punkte) und Mannschaftskapitän Tobias Kroner (13 Punkte) waren es wieder einmal die Stammkräfte, die sich als sichere Bank bewähren konnten. Mit der Verpflichtung des ukrainischen Speedway-Spitzenfahrer Andriy Karpov bewies zudem MSC-Teammanagerin Sabrina Harms einmal mehr ein goldenes Händchen. Von Beginn an präsentierte sich Karpov als echter Teamplayer und steuerte am Ende elf Zähler zum Gesamtsieg bei. Für Begeisterung bei den Fans auf dem Holsteinring sorgten auch gegen die „White Tigers“ die Nachwuchsfahrer im Team der „Wikinger“ Lukas Fienhage (neun Punkte) und Niels-Oliver Wessel (drei Punkte), beide erst 17 Jahre alt, bekamen ebenso wie der 20 jährige Hannes Gast, der seinerseits sieben Zähler einfuhr, von den Zuschauern am Ende stehende Ovationen. „Das ist ein wirklich tolles Gefühl. Ich wurde hier von den Fans und den Verantwortlichen super aufgenommen und fühle mich in Brokstedt einfach nur wohl“, so Lukas Fienhage, der bereits seine dritte Bundesliga-Saison für den Club aus Schleswig-Holstein bestreitet. Geht es nach dem Mitglied des ADAC-Förderkaders  darf die derzeitige Erfolgsspur für den MSC gern noch weiter anhalten. Fienhage: „Jetzt wollen wir natürlich auch unbedingt unser letztes Rennen in der Vorrunde gewinnen.“ Dieses findet am 28. Juli auf dem Heidering in Wittstock statt. Durch den Brokstedter Heimsieg haben sich die „Wölfe“ vom MSC Wittstock nun endgültig aus dem Rennen um die Finalläufe verabschiedet, bestand doch zuvor noch eine rechnerische Chance. „Für uns wäre es allein aus wirtschaftlichen Gründen wichtig das zweite Finalrennen zu Hause austragen zu dürfen.“ MSC-Pressesprecher Michael Schubert betonte das dieses Privileg letztlich dem Gewinner der Vorrunde obliegt. Bei einem Auswärtssieg in der Stadt an der Dosse (Brandenburg) hätten die „Wikinger“ als ungeschlagene Sieger der Bundesliga-Vorrunde dieses Ziel erreicht. Sollte es allerdings zu einer Niederlage kommen, würde am Ende das Punkteverhältnis gegenüber dem zweiten Finallisten, den AC Landshut entscheiden. Schubert: „Wir müssen nur auf uns selbst schauen und auch im letzten Rennen das gesamte Leistungspotenzial abrufen.“ Auf „Schützenhilfe“ des MC „Nordstern“ Stralsund, der am letzten Vorrundenrennen den amtierenden Meister aus Landshut empfängt, setzt in Brokstedt niemand. Schubert:  „Beide Rennen laufen am 28. Juli parallel – wir konzentrieren uns voll auf das Rennen in Wittstock – der ACL konzentriert sich auf sein Rennen. Am Ende werden wir sehen wo wir stehen.“

MSC Brokstedt – DMV „White Tigers“ 57:29

Die Punkte für den MSC

Kai Huckenbeck 14 Punkte
Tobias Kroner (C) 13 Punkte
Andriy Karpov 11 Punkte
Lukas Fienhage 9 Punkte
Hannes Gast 7 Punkte
Niels-Oliver Wessel 3 Punkte