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24.06.2019

Speedway: Brokstedt fertigt Stralsund mit 57:29 ab

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC bleibt weiter im Geschäft um den Einzug in die beiden Finalläufe der Speedway-Bundesliga. Den 57:29-Heimsieg gegen den MC "Nordstern" Stralsund mussten die "Wikinger" allerdings teuer bezahlen. Ausschlaggebend war dabei der dritte, von insgesamt 14 Läufen in dem eher einseitigen Nordderby. Nach dem Start, der als irregulär von Schiedsrichter Michael Struffert sofort abgebrochen wurde, kam es eingangs der ersten Kurve zu einem fatalen Unfall. Richard Geyer (Stralsund) fuhr von der Innenbahn zur Mitte der Bahn und touchierte dabei Brokstedts Mannschaftskapitän Max Dilger. Zu allem Übel wurde durch diese Kollision auch der "Youngster" im Team der Gastgeber, Norick Blödorn, berührt um heftigst zu Fall zu kommen. Nach einer ersten Diagnose wurden sowohl Geyer (Gehirnerschütterung) als auch der erst 15 jährige Blödorn nicht mehr starten und wurden zu weiteren Behandlungen in das Krankenhaus Neumünster eingeliefert.
Für Blödorn, bei dem eine nicht unerhebliche Knieverletzung festgestellt wurde, bedeutet dieser Unfall wohl eine mehrwöchige Pause. Auch Max Dilger, der das Rennen unter starken Schmerzen weiter fuhr und letztlich mit 14 Punkten neben dem Dänen René Bach zu den leistungsstärksten Brokstedtern zählte, erlitt bei dem Zusammenstoß mit Richard Geyer eine Knieverletzung, die wohl ebenfalls zu einer Zwangs-Rennpause führen wird. "Wir haben diesen Sieg zu teuer bezahlen müssen," befand MSC-Teammanagerin Sabrina Harms nach dem Rennen.

Zwar verlief der weitere Rennverlauf unfallfrei, doch blieb das Duell der beiden Kontrahenten aus Brokstedter Sicht eine einseitige Sache. Auch wenn die Gastgeber aufgrund des Ausfalls von Norick Blödorn gleich drei weitere Läufe nur mit einem - statt normalerweise zwei - Fahrer gestalten mussten, blieben die Gäste ohne echte Chance. Lediglich im zehnten Lauf durften sich die "Nordsterne" über einen Erfolg freuen. Dieser hatte es mit 8:1 dabei aber auch gleich förmlich in sich da der Stralsunder Ronny Weis zuvor als "Joker" gesetzt wurde und seine eingefahrenen Punkte somit doppelt zählten. Den zusätzlich zwei Punkten durch Emil Breum, konnte "Wikinger" Danny Maaßen als Drittplatzierter nur einen Punkt entgegen halten.

Nach 14 Läufen hatte der 57:29-Heimsieg für das Team aus Brokstedt Bestand und bedeutet somit den zweiten Platz in der aktuellen Bundesliga-Tabelle.

Am 12. Juli muss der MSC nun zum letzten Rennen der Vorrunde beim Tabellendritten, dem MSC "Wölfe" Wittstock antreten. Am Ende der Vorrunde werden die beiden erstplatzierten Teams der Liga dann die beiden Finalläufe um die Vergabe der deutschen Meisterschaft austragen. Der Tabellenführer AC Landshut muss zwar noch in Stralsund und im Heimrennen gegen die DMV "White Tigers" aus Diedenbergen antreten, dürfte das Finalticket allerdings nach Expertenmeinung nach Siegen gegen Brokstedt und Wittstock gelöst zu haben. Für den Einzug in das Bundesliga-Finale reicht dem MSC Brokstedt in Wittstock zwar bereits ein Unentschieden, doch plagen Sabrina Harms durch die Verletzungen von Dilger und Blödorn nun arge Personalnöte. Harms: "Wir müssen letztlich sehen welche Fahrer uns für das entscheidende Rennen in Wittstock zur Verfügung stehen. In jedem Fall wird dies eine ganz schwierige Aufgabe für uns."

MSC Brokstedt - MC "Nordstern Stralsund 57:29

Die Punkte für den MSC Brokstedt:

Max Dilger 14
René Bach 14
Lukas Fienhage 12
Rune Holta 11
Danny Maaßen 6
Norick Blödorn 0