Am 10. und 11. Oktober 2026 fand der diesjährige Bundesendlauf Motocross beim MSC Pflückuff im sächsischen Torgau statt. Das Team des ADAC Schleswig-Holstein nahm mit insgesamt 17 Fahrern die weite Anreise auf sich, um sich mit der bundesweiten Konkurrenz zu messen. Stürmisches und ungemütliches Wetter stellte die Mannschaft bereits beim Aufbau der Teamzelte vor die ersten Herausforderungen. Dank vereinter Kräfte war das Fahrerlager am frühen Abend jedoch eingerichtet. Anschließend ließ das Team den Tag bei einem gemeinsamen Grillabend ausklingen. Die letzten Nachzügler trafen erst kurz vor Mitternacht ein, bevor schließlich alle die wohlverdiente Nachtruhe antreten konnten.
Am Samstag standen ab 8 Uhr zunächst die freien Trainings und anschließend die Zeittrainings zur Ermittlung der Startaufstellungen auf dem Programm. Am Sonntag ging es nach einem kurzen Warm-up in den Halbfinalläufen um die Qualifikation für die Finalläufe. Jeweils die besten 20 Fahrer eines Halbfinals sicherten sich einen Platz im Finale ihrer Klasse.
50 ccm: Tom Agel überzeugt mit Platz zehn im Finale
In der 50-ccm-Klasse gingen Tom Agel, Lønne Zankel, Melia Jolie Herker und Alexander Glöckner für den ADAC Schleswig-Holstein an den Start. Tom belegte im Halbfinale einen starken neunten Platz, Lønne qualifizierte sich als 15. ebenfalls für das Finale. Für Melia endete der Wettbewerb mit Rang 21 denkbar knapp vor der Qualifikationsgrenze, auch Alexander verpasste als 23. den Einzug in den Endlauf.
Im Finale erwischte Tom einen guten Start und sicherte sich mit einer überzeugenden Leistung den zehnten Platz. Auch Lønne zeigte eine engagierte Fahrt und beendete das Rennen auf Rang 24.
65 ccm: Starke Leistung von Finn Böckmann
Mit Finn Böckmann, Ole Agel, Julian Ehlers, Tjaden Lütje und Max Arnold war Schleswig-Holstein in der 65-ccm-Klasse breit aufgestellt. Finn als fünfter, Ole mit Platz zwölf und Julian mit Rang 16 qualifizierten sich für das Finale. Max hatte am gesamten Wochenende mit einer Grippe zu kämpfen und verpasste als 26. ebenso den Endlauf wie Tjaden, der im Halbfinale Rang 28 belegte.
Im Finale überzeugte Finn Böckmann mit einer starken Leistung und erzielte mit Rang fünf das beste Einzelergebnis für die Mannschaft. Auch Ole Agel zeigte Kampfgeist und fuhr auf Platz 26 ins Ziel. Für Julian Ehlers war das Rennen nach einem heftigen Sturz in der Startkurve leider frühzeitig beendet.
85 ccm: Leon Rathjens erreicht das Finale
In der 85-ccm-Klasse vertraten Leon Rathjens, Tim Müller, Bosse Hansen und Joshua Duczek die Farben des ADAC Schleswig-Holstein. Leon schaffte mit Rang neun im Halbfinale souverän den Sprung in den Endlauf. Bosse verpasste die Qualifikation als 21. nur knapp. Auch für Tim und Joshua reichte es leider nicht für das Finale.
Leon erwischte im Endlauf allerdings einen denkbar schlechten Start. Zwar kämpfte er sich noch bis auf Rang 26 nach vorne, nach seinem starken Halbfinale hatte er sich für das Finale jedoch sicherlich mehr vorgenommen.
125 ccm: Vier Fahrer im Finale – Pech für Lukas Klein
In der 125-ccm-Klasse gingen Lukas Klein, Lasse Weber, Lennox Schön und Simon Elsass für Schleswig-Holstein an den Start. Alle vier Fahrer qualifizierten sich für das Finale. Lukas überzeugte im Halbfinale mit Platz sechs, Lasse wurde Zwölfter, Lennox belegte Rang 19 und Simon erreichte als 20. ebenfalls den Endlauf.
Damit waren die Hoffnungen auf ein Top-Ten-Ergebnis im Finale durchaus berechtigt. Lasse erwischte einen guten Start und lag zunächst unter den besten zehn Fahrern, konnte diese Position jedoch nicht bis ins Ziel halten und beendete das Rennen auf Rang 15.
Lukas Klein musste sich nach einer schwierigen ersten Runde von Platz 33 nach vorne kämpfen und erreichte zunächst Rang 17. Eine anschließende Strafe wegen eines defekten Auspuffs warf ihn jedoch um zehn Plätze zurück. Simon Elsass beendete das Finale auf Rang 35, Lennox Schön kam auf Platz 38 ins Ziel.
Geschlossenes Team erreicht den zehnten Gesamtrang
In der Mannschaftswertung belegte der ADAC Schleswig-Holstein beim Bundesendlauf den zehnten Gesamtrang. Auch wenn sich das Team angesichts der gezeigten Leistungen vielleicht etwas mehr erhofft hatte, kann es auf ein gelungenes Wochenende zurückblicken.
Alle Fahrer gaben unter den jeweiligen Voraussetzungen ihr Bestes und vertraten Schleswig-Holstein mit großem Einsatz. Besonders erfreulich war der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft: Die Fahrer unterstützten sich gegenseitig, fieberten gemeinsam mit und bewiesen, dass beim Motocross neben den sportlichen Ergebnissen auch der Teamgeist eine wichtige Rolle spielt.
Ein herzlicher Dank gilt allen Fahrern, Betreuern, Helfern und Begleitern, die zum Gelingen des Wochenendes beigetragen und das Team des ADAC Schleswig-Holstein in Sachsen würdig vertreten haben.
Ein besonderer Dank geht außerdem an den MSC Pflückuff für die Organisation und Durchführung des gelungenen Bundesendlaufs 2026.
