Am 08. und 09. August ging es für mich zum nächsten Lauf der Rotax MAX Challenge Germany nach Liedolsheim in Baden-Württemberg. Auf der schnellen und anspruchsvollen Strecke im Süden Deutschlands wollte ich an die guten Leistungen der vergangenen Rennen anknüpfen und möglichst weit vorne mitkämpfen.
Das Wochenende startete für mich mit einem guten 8. Platz im Qualifying. Damit war eine solide Grundlage für die Rennen gelegt und ich wusste, dass die Pace da war. In den beiden Heats ging es dann wieder eng zur Sache. Ich konnte im Bereich der Top 10 mitkämpfen und kam schließlich auf Platz 11 und Platz 12 ins Ziel. Es war also noch nicht ganz das Ergebnis, das ich mir vorgenommen hatte, aber für den weiteren Verlauf des Wochenendes war noch einiges möglich.
Das zeigte sich dann vor allem im Superheat. Von Startplatz 11 aus kam ich richtig gut ins Rennen und konnte mich Stück für Stück bis auf Position 7 nach vorne arbeiten. Das Kart lief gut und ich hatte das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Umso ärgerlicher war dann ein missglücktes Überholmanöver eines Konkurrenten, durch das ich von der Strecke befördert wurde. Damit war die gute Aufholjagd leider dahin und gleichzeitig verlor ich eine deutlich bessere Ausgangsposition für das Finale.
Dadurch musste ich das Finale von Platz 14 in Angriff nehmen. Trotzdem war mein Ziel klar: noch einmal alles geben und so viele Positionen wie möglich gutmachen. Bereits in der ersten Runde kam es allerdings zum nächsten Zwischenfall. Ein Konkurrent fuhr über mein Vorderrad und dabei wurde meine Lenksäule verbogen.
Aufgeben wollte ich deshalb aber nicht. Trotz der krummen Lenksäule konnte ich mich zunächst von Platz 14 bis auf Platz 11 nach vorne kämpfen. Mit der beschädigten Lenkung wurde es im weiteren Rennverlauf allerdings immer schwieriger, das Tempo zu halten und sauber zu fahren. Am Ende musste ich die gewonnenen Positionen wieder abgeben und überquerte die Ziellinie auf Platz 14.
Natürlich war das nicht das Ergebnis, das ich mir für Liedolsheim erhofft hatte. Gerade der Superheat und meine Aufholjagd im Finale haben mir aber gezeigt, dass die Pace definitiv da war. Auch wenn diesmal mehrere Zwischenfälle ein besseres Ergebnis verhindert haben, nehme ich genau das Positive aus dem Wochenende mit und werde beim nächsten Rennen wieder voll angreifen.
Ein großes Dankeschön geht an das Team Kartschmiede rund um Frank Hansen für die Unterstützung und die Arbeit über das gesamte Wochenende. Außerdem möchte ich mich beim ADAC Schleswig-Holstein für die Unterstützung bedanken!
Ricardo Messina


