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Halbjahresbericht 2026 Lasse Weber

Nach der Ehrung zum Sportler des Jahres 2025 bin ich mit richtig viel Motivation in die neue Saison gestartet. Das war für mich eine große Ehre und gleichzeitig noch einmal ein richtiger Ansporn, alles zu geben.

Mein Fokus lag dieses Jahr komplett auf den Läufen zur Deutschen Motocross-Meisterschaft. Ich wollte mich voll darauf konzentrieren und mich mit den besten Fahrern Deutschlands messen.

In der Vorbereitung habe ich nicht nur auf dem Motorrad trainiert. Ich habe auch viel Sport neben dem Motocross gemacht, um fitter und stärker zu werden. Zusammen mit meinem Trainer Louis Höhr haben wir viele Trainingstage verbracht und auf ganz unterschiedlichen Strecken trainiert. Uns war wichtig, dass ich auf jedem Untergrund klarkomme – besonders auch auf Hartbodenstrecken, die mir früher nicht immer leichtgefallen sind. Außerdem haben wir die Motorräder komplett durchgecheckt und alles für die Saison vorbereitet.

Deshalb hatte ich vor dem ersten Rennen ein richtig gutes Gefühl. Ich war fit, motiviert und hatte das Gefühl, dass ich so gut vorbereitet bin wie noch nie.

Leider ist die Saison dann ganz anders gelaufen, als ich es mir vorgestellt hatte. Immer wieder hatten wir technische Probleme, die mich wichtige Plätze und Punkte gekostet haben. Manchmal hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt und ich konnte nicht zeigen, was eigentlich in mir steckt. Dazu kommt, dass die 125er-Klasse dieses Jahr unglaublich stark besetzt ist. Das Niveau ist extrem hoch und jeder Fehler wird sofort bestraft.

Natürlich war das manchmal echt frustrierend, aber Aufgeben war für mich nie eine Option. Ich versuche aus jedem Rennen etwas mitzunehmen und mich Schritt für Schritt zu verbessern. Auch wenn die Ergebnisse bisher nicht so sind, wie ich sie mir gewünscht habe, weiß ich, dass mein Team und ich hart gearbeitet haben. Jetzt freue ich mich auf die zweite Saisonhälfte und werde weiter alles dafür geben, mein Potenzial auf der Strecke zu zeigen.

Der Saisonauftakt in Höchstädt begann trotzdem vielversprechend. Mit Platz 12 im Qualifying konnte ich mir eine gute Ausgangslage schaffen. Im Halbfinale wurde ich allerdings direkt nach dem Start in einen Sturz verwickelt und verpasste zunächst die Qualifikation für das Finale. Als erster Ersatzfahrer bekam ich dann doch noch die Chance zu starten. Von ganz außen gelang mir ein richtig guter Start und ich konnte mich mit einem sauberen Rennen bis auf Platz 17 nach vorne arbeiten. Das hat mir gezeigt, dass ich das Tempo mitgehen kann.

In Genthin lief es zunächst noch besser. Nach einem schwierigen freien Training fand ich im Qualifying endlich meinen Rhythmus und qualifizierte mich als Achter. Auch im Halbfinale konnte ich den achten Platz verteidigen. Im Finale hatte ich einen starken Start und fuhr zeitweise sogar auf Platz sieben. Gegen Rennende ließen meine Kräfte allerdings nach und zusätzlich bekam ich mit Schwindel zu kämpfen. Dadurch fiel ich noch auf Platz 19 zurück. Trotzdem war dieses Wochenende für mich ein wichtiger Schritt nach vorne und hat gezeigt, dass die Vorbereitung in die richtige Richtung geht.

 

Das Rennen in Magdeburg war dagegen eines der schwierigsten der bisherigen Saison. Durch Regen und die extrem schlammige Strecke konnte ich von Anfang an kein gutes Gefühl aufbauen. Im Qualifying reichte es nur zu Platz 31, wodurch ich aus der zweiten Reihe starten musste. Im ersten Rennen stürzte ich bereits in der ersten Runde und kam nicht mehr entscheidend nach vorne. Im zweiten Lauf gelang mir zwar ein guter Start, doch erneut kam es früh zu einem schweren Sturz. Leider musste ich hier das Rennen vorzeitig beenden. Neben den Schäden an der Maschine musste ich mich auch körperlich erst wieder erholen. 

Nach einer kurzen Pause ging es nach Wolgast. Trotz der vorherigen technischen und gesundheitlichen Probleme fühlte ich mich dort von Anfang an wohl. Die anspruchsvolle Strecke mit ihren vielen Steigungen machte richtig Spaß und ich konnte schnell Vertrauen aufbauen. Im ersten Rennen fiel ich nach einem schlechten Start bis auf Platz 32 zurück, kämpfte mich aber Runde für Runde bis auf Platz 17 nach vorne. Im zweiten Lauf hatte ich erneut keinen guten Start und wurde zusätzlich in einen Startcrash verwickelt. Trotzdem konnte ich mich noch bis auf Platz 26 vorkämpfen. Vor allem mit meiner Fahrleistung war ich an diesem Wochenende zufrieden und ich konnte wieder Selbstvertrauen sammeln.

Auch wenn die Ergebnisse bisher nicht meinen Erwartungen entsprochen haben, habe ich in den ersten Monaten der Saison unglaublich viel gelernt. Ich weiß jetzt noch besser, woran ich arbeiten muss. Besonders meine Starts, die Kondition und die Konstanz über die gesamte Renndistanz werden in den nächsten Wochen im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit meinem Trainer Louis Höhr und meinem Team werde ich weiter hart arbeiten, damit sich der Einsatz in der zweiten Saisonhälfte auch in den Ergebnissen widerspiegelt.

Ich möchte mich beim ADAC Schleswig-Holstein, meinen Sponsoren, meiner Familie, meinem Trainer und allen Unterstützern herzlich bedanken. Ohne diese Unterstützung wäre es nicht möglich, auf diesem Niveau Motorsport zu betreiben. Ich freue mich auf die zweite Saisonhälfte und werde alles dafür geben, mein Potenzial auf der Strecke zu zeigen.